Haff Réimech Luxemburg – Ein Paradies für Naturfotografen

Markus mit WildeNatur-Cap vor Kamera auf Stativ in grüner Feuchtwiese.
In diesem Artikel möchte ich das Naturschutzgebiet vorstellen.

Nach langer Zeit war ich mal wieder in meiner Heimat auf Besuch, dem Saarland. Auf der Suche nach interessante Wildlife-Spots bin ich durch einen Freund auf ein Naturschutzgebiet in Luxemburg aufmerksam geworden – Haff Réimech.

Da ich in der Region des Dreiländerecks aufgewachsen bin, ist es nichts Besonderes mal „schnell“ rüber nach Frankreich oder Luxemburg zu fahren. Für mich war es nur verwunderlich, dass ich von dem Naturschutzgebiet so noch nichts gehört hatte, obwohl ich als junger Erwachsener jeden Sommer dort in der Nähe am Baggersee lag. Es ist gerade mal ca. 20min von meinem Elternhaus entfernt und so war es für mich mehr als interessant, ein paar Tage das Gebiet zu erkunden. Was ich in meinen Block Artikeln dann genauer berichten werde.

Kurzbeschreibung: Haff Réimech – Remerschen Luxemburg








Es gibt organisierte geführte Touren durch das Biodiversum-Naturzentrum

Kostenloser Eintritt ins Biodiversum-Naturzentrum

Kontaktiert das Biodiversum-Naturzentrum für aktuelle Veranstaltungen oder Zugangsinformationen

Haff Réimech Naturschutzgebiet

Im Herzen Europas, genauer gesagt im Dreiländereck von Luxemburg, Deutschland und Frankreich, befindet sich das Naturschutzgebiet Haff Réimech. Es ist ein Feuchtgebiet, vielen Weihern, was für jeden Naturbegeisterte von Interesse ist. Besonders auch Wildlife-Fotografen und Vogelbeobachter kommen hier voll auf ihre Kosten.

Teleobjektiv aus Beobachtungshütte gerichtet auf Teich im Naturschutzgebiet Remerschen.

Historische Nutzung und Naturschutz

Seit den 1940er-Jahren beeinflussten die Kies- und Sandabbauarbeiten die Landschaft des Gebiets, das seit 1998 als Naturschutzzone dient. Die Regeneration dieser Flächen hat eine beeindruckende Rückkehr der Flora und Fauna ermöglicht, die das Gebiet zu einem der artenreichsten Feuchtgebiete Luxemburgs macht.

Flora und Fauna

Die natürliche Vielfalt von Haff Réimech ist bemerkenswert. Von seltenen Orchideen und verschiedenen Flechtenarten bis zu ausgedehnten Schilfrohrfeldern bietet das Gebiet eine reiche Pflanzenwelt. Wildlife-Enthusiasten und Fotografen können hier zahlreiche Vogelarten, über 40 Libellenarten sowie eine Vielzahl von Insekten, Amphibien, Fröschen, Eidechsen und Schmetterlingen beobachten. Die vorhandenen Beobachtungsstationen bieten ideale Bedingungen für die Tierbeobachtung und Wildtierfotografie.

Vogelvielfalt in Haff Réimech

Haff Réimech ist in der Region bekannt für seine beeindruckende Vogelvielfalt. Mit 253 dokumentierten Vogelarten, die rund 76 Prozent der Vogelarten Luxemburgs ausmachen, ist das Gebiet ein ökologischer Hotspot. Hier finden sich seltene und faszinierende Arten wie die Flussseeschwalbe (Sterna Hirundo), Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), Uferschwalbe (Riparia riparia) oder der Haubentaucher (Podiceps cristatus).

Hier ein paar Fotos der Vogelarten, die ich in diesem Gebiet fotografieren konnte:Weitere beobachtbare Vogelarten siehe Liste (107 Arten) am Ende des Artikels.

Haubentaucher (Podiceps cristatus) im Prachtkleid ruht mit rotem Auge auf spiegelglattem grauem Wasser.
Kuckuck im gestreckten Flug mit gelbem Auge über trockenem Gras, gebänderte Schwungfedern sichtbar.
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) singt mit weit geöffnetem Schnabel an einem Schilfhalm im fahlen Altschilf
Singende Nachtigall (Luscinia megarhynchos) mit geöffnetem Schnabel im Weidenlaub.
Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) im Seitenprofil im Flug, Flügel im Abschlag, roter Schnabel mit schwarzer Spitze, grüner Hintergrund.
Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) im Seitenprofil auf sonniger Kiesfläche, daneben ein einzelner grüner Pflanzentrieb.
Bachstelze (Motacilla alba) sitzt im grünen Erlenzweig und hält eine erbeutete Libelle mit ausgebreiteten Flügeln im Schnabel.
Zaunkönig sitzt auf der Spitze eines abgebrochenen Baumstamms im Wald.

Biodiversum: Das Informationszentrum

Ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher ist das Naturzentrum Biodiversum, ein modernes Informationszentrum, das 2014 eröffnet wurde. Das architektonisch beeindruckend und ansprechende Gebäude, das an ein umgedrehtes Boot erinnert, bietet barrierefreien Zugang und mehrsprachige Informationen, was es zu einem idealen Ausgangspunkt für die Erkundung des Gebiets macht.

Biodiversum Remerschen mit Bogendach spiegelt sich im See, Luxemburg

Naturlehrpfade Haff Réimech

Zwei ausgewiesene Naturlehrpfade mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und informativen Tafeln laden dazu ein, die Vielfalt des Naturschutzgebietes selbstständig zu entdecken. Diese Pfade sind sowohl für leichte Spaziergänge als auch für ernsthafte Naturstudien geeignet und bieten verschiedenste Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Das Naturschutzgebiet Haff Réimech bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Natur in ihrer reinsten Form zu erleben und zu fotografieren. Es ist ein Muss für jeden, der sich für Biodiversität und Naturschutz interessiert oder die Schönheit einer Landschaft, die der Natur wieder zurückgeführt wurde, zu genießen. Für Wildtier-Fotografen und Vogelbeobachter (Birdwatcher / Twitcher) ist es ein Paradies.

Orange Informationstafel „Biotop: Stengraf" über Lesesteinhaufen als Lebensraum, mit Fotos von Eidechse, Schnecke, Schlange und Kröte.

Anfahrt zum Naturschutzgebiet Haff Réimech

Wegweiser zu Biodiversum und Naturschutzgebiet Haff Réimech in Luxemburg, umgeben von Grün.

Das Naturschutzgebiet Haff Réimech liegt eingebettet zwischen den schönen Wein-Ortschaften Remerschen und Wintrange. Für Besucher, die aus der Region oder aus dem weiteren Umkreis anreisen, bietet sich eine bequeme Anfahrt mit dem Auto. Eine genaue Angabe findest du auf der Webseite des Naturzentrum Biodiversum.

Vogelartenliste im Naturschutzgebiet Haff Réimech

Auflistung der Vogelarten, die im Naturschutzgebiet Haff Réimech beobachtet werden können:

  • Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Blaukehlchen (Luscinia svecica)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
  • Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
  • Rotdrossel (Turdus iliacus)
  • Amsel (Turdus merula)
  • Singdrossel (Turdus philomelos)
  • Wacholderdrossel (Turdus pilaris)
  • Star (Sturnus vulgaris)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Eichelhäher (Garrulus glandarius)
  • Elster (Pica pica)
  • Rabenkrähe (Corvus corone)
  • Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)
  • Heckenbraunelle (Prunella modularis)
  • Buchfink (Fringilla coelebs)
  • Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
  • Grünfink (Chloris chloris)
  • Bluthänfling (Linaria cannabina)
  • Stieglitz (Carduelis carduelis)
  • Girlitz (Serinus serinus)
  • Erlenzeisig (Spinus spinus)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Rohrammer (Emberiza schoeniclus)
  • Neuntöter (Lanius collurio)
  • Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)
  • Gartengrasmücke (Sylvia borin)
  • Klappergrasmücke (Curruca curruca)
  • Dorngrasmücke (Curruca communis)
  • Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus)
  • Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)
  • Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
  • Rohrschwirl (Locustella luscinioides)
  • Fitis (Phylloscopus trochilus)
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita)
  • Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)
  • Sumpfmeise (Poecile palustris)
  • Weidenmeise (Poecile montanus)
  • Blaumeise (Cyanistes caeruleus)
  • Kohlmeise (Parus major)
  • Beutelmeise (Remiz pendulinus)
  • Bartmeise (Panurus biarmicus)
  • Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla)
  • Grauschnäpper (Muscicapa striata)
  • Uferschwalbe (Riparia riparia)
  • Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
  • Mehlschwalbe (Delichon urbicum)
  • Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
  • Flußregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Bekassine (Gallinago gallinago)
  • Flußuferläufer (Actitis hypoleucos)
  • Waldwasserläufer (Tringa ochropus)
  • Grünschenkel (Tringa nebularia)
  • Bruchwasserläufer (Tringa glareola)
  • Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)
  • Mittelmeermöwe (Larus michahellis)
  • Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger)
  • Flußseeschwalbe (Sterna hirundo)
  • Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • Rohrdommel (Botaurus stellaris)
  • Zwergdommel (Ixobrychus minutus)
  • Graureiher (Ardea cinerea)
  • Purpurreiher (Ardea purpurea)
  • Silberreiher (Ardea alba)
  • Fischadler (Pandion haliaetus)
  • Rohrweihe (Circus aeruginosus)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Schwarzmilan (Milvus migrans)
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
  • Turmfalke (Falco tinnunculus)
  • Baumfalke (Falco subbuteo)
  • Wendehals (Jynx torquilla)
  • Mittelspecht (Dendrocoptes medius)
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Kleinspecht (Dryobates minor)
  • Grünspecht (Picus viridis)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Grauspecht (Picus canus)
  • Kuckuck (Cuculus canorus)
  • Mauersegler (Apus apus)
  • Wasserralle (Rallus aquaticus)
  • Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
  • Teichhuhn (Gallinula chloropus)
  • Bläßhuhn (Fulica atra)
  • Wiesenschafstelze (Motacilla flava)
  • Bachstelze (Motacilla alba)
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Orpheusspötter (Hippolais polyglotta)
  • Turteltaube (Streptopelia turtur)
  • Graugans (Anser anser)
  • Kanadagans (Branta canadensis)
  • Höckerschwan (Cygnus olor)
  • Nilgans (Alopochen aegyptiaca)
  • Knäkente (Spatula querquedula)
  • Löffelente (Spatula clypeata)
  • Schnatterente (Mareca strepera)
  • Pfeifente (Mareca penelope)
  • Stockente (Anas platyrhynchos)
  • Krickente (Anas crecca)
  • Kolbenente (Netta rufina)
  • Tafelente (Aythya ferina)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Schellente (Bucephala clangula)
  • Zwergsäger (Mergellus albellus)