Buchfink (Fringilla coelebs)
Buchfink (Fringilla coelebs)
Der bunte Buchfink ist keine Leseratte
Der Buchfink ist einer der häufigsten Singvögel Europas und fällt durch seinen charakteristischen Gesang sowie das farbenprächtige Federkleid des Männchens auf. Besonders in Wäldern, Parks und Gärten ist er weitverbreitet und leicht zu beobachten.
Inhaltsverzeichnis
- Eckdaten
- Aussehen und Merkmale
- Lebensraum und Vorkommen
- Fortpflanzung & Brutverhalten
- Nahrung & Ernährung
- Shortlist – Alle Fakten auf einen Blick
- FAQ – Häufige Fragen
- Fazit
1. Eckdaten
- Größe: 14–16 cm
- Merkmale: Doppelweiße Flügelbinde, weiße Schwanzkanten, kräftiger Körperbau
- Vorkommen: Wälder aller Art, Parks, Gärten und Baumgruppen – auch in Städten
- Fortpflanzung: Das Weibchen baut ein kunstvoll getarntes Napfnest aus Moos und Flechten
- Nahrung: Samen, Getreide, Früchte sowie Insekten und Spinnen
2. Aussehen und Merkmale
Der Buchfink ist ein mittelgroßer Singvogel mit einem kompakten Körperbau. Sein auffälligstes Merkmal sind die zwei weißen Flügelbinden und die weißen Kanten des Schwanzes, die besonders im Flug sichtbar sind.
Männchen (Prachtkleid)
- Scheitel und Nacken: Blaugrau
- Wangen & Brust: Rosa-braun
- Schulterfleck: Leuchtend weiß
- Rücken: Braun bis olivgrün
Weibchen & Jungvögel
- Weniger kontrastreich, braun-grau mit einem ungefleckten, hellgrauen Bauch
Flugbewegung
- Buchfinken bewegen sich am Boden oft mit ruckartigen Trippelschritten
3. Lebensraum & Vorkommen
Der Buchfink ist in vielen verschiedenen Habitaten zu finden:
- Wälder aller Art (Laub-, Misch- und Nadelwälder)
- Parks, Gärten & Feldgehölze, auch in Städten
- Hochgebirge bis zur Baumgrenze
Im Winter sind viele Buchfinken Teilzieher – einige Populationen bleiben in Mitteleuropa, während andere in wärmere Regionen ziehen.
4. Fortpflanzung & Brutverhalten
- Nestbau: Aufgabe des Weibchens, das ein kunstvoll getarntes Napfnest aus Moos, Flechten & Spinnweben baut.
- Standort: Meist in einer Astgabel in Büschen oder Bäumen.
- Junge: Die Brut besteht aus mehreren Eiern, die nur vom Weibchen bebrütet werden.
5. Nahrung & Ernährung
Buchfinken ernähren sich vielseitig, wobei ihre Nahrung je nach Jahreszeit variiert:
- Sommer: Insekten, Spinnen – wichtig für die Jungenaufzucht
- Winter: Samen, Getreide, Früchte
6. Shortlist – Alle Fakten auf einen Blick
- Größe: 14–16 cm
- Flügelmerkmale: Weiße Flügelbinden & Schwanzkanten
- Lebensraum: Wälder, Parks, Gärten, bis zur Baumgrenze
- Nest: Sorgfältig getarntes Napfnest aus Moos & Flechten
- Nahrung: Samen, Getreide, Früchte, Insekten & Spinnen
- Besonderheit: Männchen mit auffälligem Prachtkleid im Frühling
7. FAQ – Häufige Fragen
Wie unterscheidet man den Buchfink vom Bergfink?
Der Bergfink hat eine dunklere Kopfzeichnung und eine orangefarbene Brust, während der Buchfink eine rötlich-braune Brust und blaugrauen Kopf (Männchen) aufweist.
Warum sieht man im Winter weniger Buchfinken?
Viele Buchfinken aus Mitteleuropa ziehen im Winter in wärmere Regionen. Weibchen wandern häufiger als Männchen, weshalb im Winter mehr Männchen zurückbleiben.
Kann der Buchfink auch Singvögel imitieren?
Nein, aber er hat ein sehr variables Repertoire an Gesängen und kann je nach Region unterschiedlich klingen.
Wie alt kann ein Buchfink werden?
In freier Wildbahn erreichen Buchfinken ein Alter von 5–10 Jahren.
Ist der Buchfink in Deutschland geschützt?
Ja, der Buchfink ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt und darf nicht gefangen oder gestört werden.
8. Fazit
Der Buchfink ist ein weit verbreiteter Singvogel mit auffälligem Federkleid und melodischem Gesang. Seine Fähigkeit, sich an verschiedene Lebensräume anzupassen, macht ihn zu einem der häufigsten Vögel in Europa. Besonders beeindruckend ist sein kunstvoll gebautes Nest, das hervorragend getarnt ist.
Während das Männchen im Frühjahr leuchtend bunt erscheint, bleibt das Weibchen das ganze Jahr über eher unauffällig.
Tipp für Vogelbeobachter: Wer einen Buchfink entdecken will, sollte auf seinen markanten Gesang achten – oft sitzt er hoch in Bäumen und trägt seine Strophen mit lauter Stimme vor.